Neben den klassischen Deckmaterialien Ziegel und Schiefer, die über ein nicht unerhebliches Eigengewicht verfügen, gibt es auch leichtere Lösungen, die vor allem für schwächer bemessene Dachstühle geeignet sind. Aber auch architektonische Besonderheiten sprechen mitunter für eine Ausführung der Dachdeckung mit Metall oder Bitumenschindeln, da sich diese Materialien ebenfalls als gestalterische Elemente nutzen lassen. Weiterhin sind diese Lösungen besonders auch für geringere Dachneigungen geeignet, da deren Regeldachneigungen teilweise deutlich unter der der klassischen Deckmaterialien liegen.

Beide Materialien werden ähnlich dem Schiefer auf eine Schalung aus Brettern aufgebracht, es gibt aber auch Lösungen, die mit einer Lattung auskommen.

Metall

Bei Dachdeckungen aus Metall werden Bleche aus Zink, Kupfer oder Aluminium als Deckwerkstoff verwendet. Unterschieden werden dabei Deckarten mit kleinformatiger Deckung (z.B. Prefa) und großformatige Deckungen, die wichtigsten Ausführungsarten sind hierbei die Stehfalzdeckung oder aber die Eindeckung mit Trapezprofilblechen oder Dachpfannenprofilen.

Ähnlich dem Schiefer kann auch die Verkleidung mit Metall als gestalterisches Element an Ortgängen, Traufen, Gauben und Schornsteinen eingesetzt werden.

Bitumen

Das Ursprungsland der Bitumendachschindel ist Nordamerika. Bei 90 % aller jahrzehntealten Bedachungen in Nordamerika hat sich die Bitumenschindel unter allen klimatischen Verhältnissen bewährt. Etwa 1955 wurde dieses Produkt auch in Deutschland bekannt, wo es inzwischen einen beachtenswerten Marktanteil erreichen konnte. Auch anspruchsvolle Dachformen lassen sich mit Bitumendachschindeln ohne Probleme realisieren. Das gilt sowohl für den Neubau, als auch für die Umdeckung oder Sanierung. Während früher die graue bzw. mitunter schwarz anmutende Bitumenschindel dominierte, existieren heute zahlreiche Farben und Formen, sodass auch gestalterische Akzente gesetzt werden können.